Die Geschichte der Oppermann Feldbahnsammlung begann mit der Übernahme einer Kiesgrube der Firma Freudenstein bei Kassel-Waldau durch die Firma
August Oppermann. In besagter Kiesgrube gab es bis Mitte der 60er Jahre eine 600 mm Feldbahn, auf der mehrere Dampf- und Diesellokomotiven eingesetzt wurden. Nach Abstellung der
Loks verschrottete man diese jedoch nicht, sondern ließ sie bis auf weiteres in der Kiesgrube abgestellt, zusammen mit diversen anderen längst ausrangierten Fahrzeugen, wie z.B.
Lokomobile oder auch Dampfschiffen. Somit entwickelte sich im Lauf der Zeit ein beliebtes Ausflugsziel für Technikbegeisterte und Feldbahnfreunde.
1977 musste die Kiesgrube aufgrund einer anstehenden Rekultivierung im Zuge einer Gartenschau geräumt werden; die Feldbahnsammlung blieb von da ab bis auf weiteres verschollen.
Erst 1982 wurde die Sammlung zufällig in einer Lagerhalle in einem Steinbruch der Firma Oppermann wiederentdeckt. Im Laufe der Jahre kamen noch einige weitere Feldbahndieselloks
von anderen Einsatzorten hinzu. Auch hier entwickelte sich wieder ein reger Tourismus, so dass schliesslich sämtliche Fenster der Halle vermauert und die Tore fest verschlossen
wurden.
Sämtliche Versuche von Feldbahnvereinen und Privatsammlern einzelne Lokomotiven zu erwerben oder auszuleihen wurden von Seiten der Firma Oppermann über Jahrzehnte abgelehnt.
Lediglich eine Lok (Henschel 28487/1951) gelangte in den 70er Jahren als Denkmal auf den Hof einer befreundeten Baufirma in Bad Hersfeld (siehe auch Zeunert's Schmalspurbahnen
Nr.14).
Die Bestandsliste der Feldbahnsammlung:
Planung eines Museumsparks 2002
Der Besitzer der Loks beabsichtigte den Aufbau eines Museumsparks für die Kies- und Sandindustrie beim Kieswerk Leubingen bei Sömmerda in Thüringen. Aufgrund der damaligen
schwierigen wirtschaftlichen Lage wurde von diesen Plänen Abstand genommen, die Loks blieben somit weiterhin unzugänglich hinterstellt. Nach einem teilweisen Einsturz der
Lagerhalle wurde die komplette Sammlung 2010 an einen anderen Standort der Firma verlagert.
Der Besitzer der Loks beabsichtigte den Aufbau eines Museumsparks für die Kies- und Sandindustrie beim
Kieswerk Leubingen bei Sömmerda in Thüringen. Aufgrund der damaligen schwierigen wirtschaftlichen Lage wurde von diesen Plänen Abstand genommen, die Loks blieben somit weiterhin
unzugänglich hinterstellt. Nach einem teilweisen Einsturz der Lagerhalle wurde die komplette Sammlung 2010 an einen anderen Standort der Firma verlagert.
Im Mai 2025 vermeldete das Ostdeutsches Fahrzeug- und Technikmuseum, Bennekenstein, überraschend die Übernahme der beiden
Henschel-Riesa-Lokomotiven der Oppermannsammlung. Im August erfolgte der Transport der Stollenlokomotive sowie eines Bergewagens aus dem Ersten Weltkrieg, der zum Bergen von
Lastwagen und Kanonen eingesetzt wurde. Ausstehend sind damit noch die Transporte der beiden HF110C-Schlepptenderlokomotiven sowie die Sammlung an 600 mm Diesellokomotiven nach
Bennekenstein.