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HF130C - Gmeinder 2822/1940

Gmeinder 2822/1940 entstammt aus einer Serie von zehn Lokomotiven des Typs HF130C, die von der Lokfabrik Gmeinder im badischen Mosbach von November 1939 bis September 1940 für das Oberkommando des Heeres gefertigt wurden. Bis 1945 standen die Lokomotiven im Dienste der Heeresfeldbahnen.  

Nach dem Zeiten Weltkrieg gelangte Gmeinder 2822/1940 zur Firma Paul Dahm nach Neuwied, die sich mit dem Abbau und der Verarbeitung von Bimsstein beschäftigte. Die aus Holzkastenkippern bestehenden Feldbahnzüge brachten den Bimsstein der Abbaufelder in Rommersdorf und Gladbach zur Weiterverarbeitung nach Block.

1957 erfolgte der Verkauf der Lokomotive über den Bremer Lokhändler Eikens an die Nassauische Kleinbahn (NK), die die Lok als V17 in den Fahrzeugpark einreihte. Zusammen mit der Schwesterlokomotive Gmeinder 3143/1940 (V18) war die Lok bis 1977 auf der gut drei Kilometer langen Strecke zwischen Blei- und Silberhütte, dem Bahnhof und dem Rheinhafen in Braubach im Einsatz.
Diesellok V 17 im Braubacher Kleinbahnhof, 19.08.1977, Foto: © Dieter Riehemann
Diesellok V 17 im Braubacher Kleinbahnhof, 19.08.1977, Foto: © Dieter Riehemann
Die beiden NK-Dieselloks V 18 und V 17 vor dem Braubacher Lokschuppen, 19.08.1977, Foto: © Dieter Riehemann
Die beiden NK-Dieselloks V 18 und V 17 vor dem Braubacher Lokschuppen, 19.08.1977, Foto: © Dieter Riehemann
Nach Einstellung des Betriebes der Nassauische Kleinbahn im Jahr 1978 verschlug es die beiden Lokomotiven nach Österreich, die V17 als Lok "V 2" zur Lokalbahn Payerbach - Hirschwang und die V18 zu den Steiermärkischen Landesbahnen. Leider wurde die Lokalbahn Payerbach - Hirschwang 1982 ebenfalls eingestellt und die "V 2" wurde von der Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) übernommen.

In den 1980er Jahren erfolgte der Verkauf der Gmeinder 2822 an einen deutschen Privatsammler, der eine Umspurung eines drei Kilometer langen Streckenabschnitts der Bahnstrecle Kempten–Isny plante. Neben der Gmeinder 2822 zählten auch die heute im Dampflokmuseum Tuttlingen beheimateten drei 900 mm Dampflokomotiven Henschel 22534/1934, Maffei 3705/1913, Borsig 6412/1907 zum geplanten Lokpark in Isny.

Da sich auch diese Pläne zerschlugen, wurde die Gmeinder 2822 im Oktober 1994 an einen weiteren Privatsammler verkauft, der die Lok auf 600 mm Spurweite umspuren ließ. Zu einem Einsatz der Lok kam es seitdem jedoch nicht.        
Quellen: