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Brigadelok - Smoschewer 776/1925

Nach Ende des Ersten Weltkrieges verblieben in Bulgarien 87 Brigadelokomotiven, die bei Klein-, Werk- und Waldbahnen zum Einsatz kamen. Für die 1925 eröffnete Neubaustrecke von Burgas nach Pomorie bestellte die Bulgarische Staatsbahn bei der Firma Smoschewer in Breslau, die zuvor nicht an den Brigadeloklieferungen beteiligt war, vier Lokomotiven dieses bewährten Typs nach der Sonderbauform mit vergrößerter Feuerbüchse. Bei den vier Lokomotiven mit den Fabriknummern 775 bis 778 handelt es sich damit um die letztgebauten Brigadeloks aus dem Jahr 1925.

Die Bulgarische Staatsbahn orientierte sich bei der ersten Nummernvergabe an den bereits vorhandenen Brigadeloks, bei der die letzte HF-Nummer 1140 lautete. Demnach bekamen die vier neuen Loks die Nummern 1141 bis 1144 zugeteilt. Obwohl die am Schwarzen Meer gelegene Eisenbahnstrecke vornehmlich für den Salztransport gebaut worden war, diente sie nach der Fertigstellung hauptsächlich dem Personenverkehr.

Die
Smoschewer 776/1925 war in den folgenden Bahnbetriebswerken beheimatet: ab 1925 Burgas, ab 1936 Dupnica und ab 1946 Kaspican. Heute erinnert die Lok als Denkmal an die frühere Bedeutung Dupnicas als wichtigstes Bahnbetriebswerk der Strumatalbahn. Die Lok trägt heute fälschlicherweise das Fabrikschild der Henschel 14269/1916.
Smoschewer 776 als Denkmal beim Bahndepot Dupnica 1984, Foto: © Tilo Reinfried
Smoschewer 776 als Denkmal beim Bahndepot Dupnica 1984, Foto: © Tilo Reinfried
Henschel 14269/1916 Fabrikschild an der Smoschewer 776 in Dupnica 1984, Foto: © Tilo Reinfried
Henschel 14269/1916 Fabrikschild an der Smoschewer 776 in Dupnica 1984, Foto: © Tilo Reinfried
Smoschewer 776/1925 am 28.3.2004 in Dupnica, Foto: © Markus Rabanser
Smoschewer 776/1925 am 28.3.2004 in Dupnica, Foto: © Markus Rabanser

Ab Sommer 2014 neue Heimat in Barakovo

Im Sommer 2014 wurde die Lok ins bulgarische Barakovo ins Rilagebirge überführt, wo sie als Denkmal an die dortige 600 mm Werkbahn erinnern soll.
Quelle:
  1. "Schmalspurig durch Bulgarien" von Paul Engelbert