Die Musterlokomotiven der dt. Heeresfeldbahn

In beiden Weltkriegen wurden zur Erprobung neuer Techniken und Loktypen eine Vielzahl interessanter Musterloks geliefert. Im ersten Weltkrieg handelte es sich neben den Brigadelokprototypen hauptsächlich um Musterloks zur Prüfung von E-Kupplern mit Klien-Lindner bzw. Gölsdorfachsen, zwecks Leitungssteigerung ohne Achslastvergrößerung.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Anzahl der Musterloks wesentlich größer, da bei vielen Lokfabriken Testreihen mit C-, D und E-Kupplern zur Erprobung in Auftrag gegeben wurden. Zumeist waren diese Lok als Halbtenderlokomotiven konstruiert und mit dem HF110C-Tender gekuppelt.

In der folgenden Liste sind die heute noch existierenden Musterlokomotiven zu finden:

Hersteller, FabNr. Verbleib Bezeichnung Zustand

1. Weltkrieg

O&K 5020/1911 Schmalspurmuseum Wenecja, Polen Tx 2-355 abgestellt
Henschel 12879/1914 Harzer Schmalspurbahn 99 6101 betriebsfähig
Henschel 12880/1914 Harzer Schmalspurbahn 99 6102 betriebsfähig
O&K 8285/1917 Museumsbahn Froissy - Dompierre, Frankreich ex TPT 5.3 abgestellt

2. Weltkrieg

Borsig 14 806/1939 Rügensche Kleinbahn Aquarius C betriebsfähig
Krauss-Maffei 15791/1940 Museumswaldbahn Vychylovka, Slowakei WaPrüf 5/154 abgestellt
Henschel 25701/1941 Denkmal in Pfandl, Österreich ÖBB 698.01 abgestellt
Henschel 25702/1941  Gurkthalbahn, Österreich ÖBB 898.01 betriebsfähig

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