Technische Daten HF 110C

 

Lok   Tender  
Bauart Cn2 Bauart 2T6
Gattung K 33.6 Achsstand 1600 mm
Zylinderdurchmesser 300 mm Brennstoffvorrat 2,5 m³
Kolbenhub 350 mm Wasservorrat 6,0 m³
Raddurchmesser 700 mm Leergewicht 4,5 t
Achststand 1800 mm Dienstgewicht 12,5 t
Dampfdruck  13 atü Breite 2100 mm
Rostfläche 0,725 m² Höhe  2200 mm
Verdampfungsheizfläche 34,0 m²    
Breite 2100 mm Lok und Tender  
Höhe 2800mm Leergewicht 18,7 t
Leergewicht 14,2 t Dienstgewicht 29,5 t
Dienstgewicht 17,0 t Länge über Puffer 10180 mm
Zugkraft (0,75p) 4350 kg    
Brennstoffvorrat 0,5 m³    
Wasservorrat 0,6 m³    
Mindestradius 30 m    
Höchstgeschwindigkeit 30 km/h    
Leistung 110 PS    

 

Bei Auslieferung waren die Loks wie folgt ausgestattet:

Heusinger-Steuerung mit Steuerschraube und Druckausgleich-Kolbenschieber Bauart Müller, Wurfhebelhandbremse, Dampfbremse, Schmierpresse für Kolben und Schieber, Wasserheber, Handglocke, Deuta-Geschwindigkeitsmesser, elektrische Beleuchtung mit Turbogenerator 0,5 KW, Außenrahmen, Aufsteckkurbeln, Gestra-Abschlammventil mit Pralltopf, 2 Klinger-Wasserstandsanzeiger, Dampfheizungseinrichtung

Unterscheidungsmerkmale

Anhand optischer Unterschiede zwischen den Bauserien lassen sich viele Lokomotiven ihrem Hersteller bzw. ihrer Bauserie zuordnen. 

Schornstein: 

"Einige" Henscheldampfloks erhielten von Werk neben einer Winterausstattung einen Kobelschornstein. Prominenteste Lok, die einen solchen Schornstein trug, ist die ehemalige "Frank S". Am Schornstein dieser Lok ist noch heute bewusst eine Schweißnaht sichtbar, die bei der Entfernung des Kobelschornsteins entstand. Ob eine ganze Henschel Bauserie oder nur einzelne Loks mit diesem Schornstein ausgerüstet wurden, ist mir nicht bekannt.

Die Henschelbauserie 25322-25361/1942 wurde von Henschel mit einem Schornsteinaufsatz ausgeliefert. Bis heute haben zwei Loks dieser Bauserie überlebt,  die beide in einer Privatsammlung stehen (Henschel 25335, 25351); allerdings wurde der Schornsteinaufsatz bei der erstgenannten Lok wahrscheinlich beim Einsatz auf der Kreisbahn Osterode-Kreiensen (KOK) entfernt. Somit ist die Henschel 25351/1942 die letzte existierende Lok mit diesem Aufsatz.

Zumindest die beiden 1952 von Jung nach Brasilien ausgelieferten HF 110C (Jung 11738/1952 und Jung 11738/1952) trugen stark konische Kobelschornsteine.

Griffstangenaussparungen: 

Hinter diesem Wort verbirgt sich eine gute Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Henschel- (Krenau, CKD) und Junglokomotiven. Während diese Aussparungen bei den Henschelloks (Krenau, CKD) am oberen und unteren Ende abgerundet sind, wurden diese von Jung eckig ausgeführt. Gleiches gilt für diese Aussparung an den Schlepptendern.

Wasserkästen:

Die Wasser bzw. Kohlekästen und Schlepptender von Junglokomotiven sind generell geschweißt, während diese bei Henschel, Krenau und CKD genietet ausgeführt wurden.

Führerhaustüren:

Die bereits genannte Henschelbauserie 25322-25361/1942 erhielten schmale Türen bzw. Führerhausfenster oberhalb der Tür.

Zierstangen:

Anhand der (auf den vier äußeren Lok bzw. Tenderecken angebrachten)  Zierstangen lässt sich ein Teil einer Jungbauserie identifizieren. Innerhalb der Bauserie 10115-10144 wurden die Loks ab Fabriknummer 10121 anstatt der üblichen runden Zierstangenköpfe wahrscheinlich zur Produktionsvereinfachung mit runden Scheiben am oberen Ende der Stangen ausgestattet.

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