Henschel 25325/1942
Die Henschel 25325 zählt zu den interessantesten Lokomotiven der Baureihe HF 110C. Sie fand sich nach Kriegsende mit vielen anderen Heeresfeldbahnloks noch fabrikneu auf dem ehemaligen Reichsparteigelände des Märzfeldes in Nürnberg. 1947 wurde sie von den Alliierten an das Münchener Bauunternehmen A. Kunz u. Co. verkauft, von dieser zur Tenderlok umgebaut und in den Braunkohlegruben in Schwandorf/Bayern eingesetzt. Im August 1952 erfolgte der Verkauf nach Jugoslawien zur Waldbahn Maglic. Dort war sie bis 1974/75 mit Holzfeuerung im Einsatz.
Walter Seidensticker kaufte sie im September 1981 und ließ sie in der TWE-Hauptwerkstätte in Lengerich aufarbeiten. Von dort aus gelangte sie 1985 zur Jagsttalbahn, wo sie auf den Namen "Bielefeld" getauft wurde und bis 1988 (Kesselschaden) im Einsatz stand. Bis 1991 stand sie bei der Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth (DKBM) in Gütersloh abgestellt (dort Umspurung auf 600mm) und wurde dann zur Aufarbeitung nach Görlitz überführt. Ende 1992 wurde sie bei der Berliner Parkeisenbahn aufgrund des Baumbestandes nun mit Kobelschornstein in Betrieb genommen. Nach einem Einsatz beim 25-jährigen Jubiläum der französischen Museumsbahn Froissy-Dompierre kehrte sie 1996 wieder zur DKBM zurück. 1999 erfolgte die Taufe auf den Namen "Francesca S". Hierbei bekam sie einen Nachguss ihres Original-Schornsteins und die blaue Lackierung.



TÜV-Abnahme bei der DKBM am 27.04.2002, Florian Rauh