Henschel 14255/1916
Die 1916 von Henschel gebaute Lok, die die HF-Nummer 1007 zugeteilt bekam, wurde nach Ende des Ersten Weltkriegs in Bulgarien aufgefunden. 1919 reihte die bulgarische Staatsbahn die Lok vorübergehend als BDZ "1007" unter ihrer HF-Nummer ein. Erst im Jahr 1936 wurden die übernommenen Brigadelokomotiven als BDZ 40060 eingereiht, die HF 1007 bekam die Nummer "437" zugeteilt.
Ab 1942 wurde die Lok zusammen mit zwei weiteren Brigadeloks im Rila-Gebirge eingesetzt. Dort erfolgte im Zweiten Weltkrieg nicht unweit eines Klosters unter Leitung eines deutschen Ingenieurs der Bau eines kleinen Wasserkraftwerk. Für den Materialtransport legte man hierzu eine eigene Feldbahn an. Nach Abschluss der Bauarbeiten diente die Feldbahn aufgrund der widrigen Straßenverhältnisse noch bis in die späten sechziger Jahre Besuchern des Klosters als Transportmittel. Danach wurde die Bahn stillgelegt und die Loks abgestellt.
Im Jahr 2000 gelangte die Lok zum Frankfurter Feldbahnmuseum, dass die Lok zum Weiterverkauf anbot.

Henschel 14255/1916 vor dem Lokschuppen des Frankfurter Feldbahnmuseum im Sommer 2001
Im Jahr 2002 erwarb die norwegische Lommeldalsbanen die Lokomotive. Nach der Überführung nach Norwegen wurden die Lok zur Begutachtung ausgeachst, weitere Arbeiten unterblieben jedoch bisher.

Henschel 14255/1916 im Herbst 2009 bei der Lommeldalsbanen, Foto: Munkedals Jernväg.
Seit Dezember 2009 befindet sich die Lok nun als Leihgabe bei der schwedischen Museumsbahn Munkedals Jernväg.
Leider gibt es bei den aus Rila zurückgeholten Lokomotiven einige Unklarheiten bezüglich der richtigen Fabriknummer. Einerseits soll es sich bei der Lok um die Henschel 14255/1916 handeln, andererseits trug sie in Rila ein Schild mit der Nummer "441", welches eigentlich zur Henschel 14260/1916 gehört. Angeblich wurden auf vielen Bauteilen aber Einschlagzahlen mit der Nummer HF 1007 gefunden, was wieder auf die 14255/1916 hinweist. Anscheinend nahm man es mit der Beschilderung in Bulgarien nicht ganz so genau.