Borsig 10364/1918
Im Februar 1919 lieferte Borsig die Lok mit der Fabriknummer 10364 an die Heeresfeldbahn, von der sie die HF-Nummer 2301 zugeteilt bekam. Noch im selben Jahr wurde die Lok nach Polen an die PKP verkauft und gelangte schließlich nach Litauen. Im zweiten Weltkrieg fand sich die Lok in den besetzten Gebieten wieder und wurde als Beutelok zurück nach Deutschland transportiert.
Um 1948 übernahm das Braunkohlenwerk "Frieden" in Weißwasser die Lok und setzte sie auf der werkseigenen Schmalspurbahn ein. 1953 ging sie an die Waldeisenbahn Muskau (WEM) über, bei der sie im Zuge der Einreihung von Schmalspurlokomotiven zur Deutschen Reichsbahn die Nummer 99 3318 zugeteilt bekam. Bis Ende 1972 stand sie dort im Einsatz.
Nach einer betriebsfähigen Aufarbeitung Anfang 1974 wurde die Lok im April selben Jahres an die Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth in Gütersloh verkauft. Bis Ende 1977 als DKBM Nr.3 "Fürst Pückler" eingesetzt, erfolgte 1978 eine Umtaufe zu Ehren des Dampflokomotiv-Konstrukteurs Adolf Wolff auf dessen Namen. Bei der nächsten Hauptuntersuchung 1983 wurde der WEM Kohlekastenaufsatz entfernt und die Lok mit einen Brigadelok-Kobelschornstein und der grünen Lackierung versehen.

Lok 3 noch fast komplett im WEM-Zustand nach ihrer Umtaufe zur "Adolf Wolff", Foto: Klaus Jördens

Lok 3 im Mühlenstrother Kleinbahnhof, aufgenommen in den 1980er Jahren von Klaus Jördens
In diesem Zustand stand sie im September 1991 das letzte Mal unter Dampf. Momentan wird sie bei der DKBM einer Hauptuntersuchung unterzogen. Nach der Überholung von Fahrwerk und Kessel erfolgte der Neubau bzw. die Aufarbeitung der Aufbauten und Armaturen.

Fahrwerk und Kessel am 01. September 2002 bei der DKBM
Im Oktober 2009 präsentiert sich die Lok wieder im nahezu kompletten, allerdings noch unlackierten Zustand. Nach Abschluss der technischen Arbeiten und der Lackierung soll die Lok im Jahr 2010 wieder in Betrieb genommen werden.

Lok 3 in der Werkstatt der DKBM, Foto aufgenommen von F. Rauh am 25. Oktober